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Gutes Rad ist teuer

Ein Fahrrad ist heute oft deutlich mehr als ein Gebrauchsgegenstand. Gerade E-Bikes, Lastenräder oder hochwertige Trekking- und Rennräder kosten schnell so viel wie früher ein kleiner Gebrauchtwagen. Umso ärgerlicher wird es, wenn das Rad gestohlen wird oder nach einem Sturz teure Technik betroffen ist. Viele verlassen sich dann auf den Baustein „Fahrrad“ in ihrer Haus­rat­ver­si­che­rung. Für den Basisschutz kann das genügen. Für teurere Modelle oder den regelmäßigen Einsatz unterwegs reicht das aber nicht immer aus.

Was der Hausrat-Baustein typischerweise leistet
Im Grundsatz schützt die Haus­rat­ver­si­che­rung Fahrräder meist dann, wenn sie aus der Wohnung, dem abgeschlossenen Keller oder der verschlossenen Garage gestohlen werden. Für Diebstahl unterwegs braucht es oft einen zusätzlichen Fahrradbaustein. Genau hier lohnt der Blick ins Kleingedruckte: Manche Verträge begrenzen den Schutz zeitlich, andere arbeiten mit Höchstgrenzen bei der Erstattung. Bei älteren Tarifen kann außerdem eine Nachtklausel eine Rolle spielen. Dann ist der Schutz in bestimmten Nachtstunden ausgeschlossen.

Versicherungssumme schnell erreicht
Wer ein E-Bike für mehrere tausend Euro fährt, hat ein anderes Risiko als jemand mit einem einfachen Stadtrad. Schon ein entwendeter Akku, ein beschädigter Bordcomputer oder ein defekter Carbonrahmen kann teuer werden. Genau in diesen Fällen kommt die Versicherungssumme fürs Fahrrad innerhalb der Haus­rat­ver­si­che­rung schnell ans Limit. Spezielle Fahrradversicherungen leisten umfassender: Sie sichern nicht nur Diebstahl ab, sondern häufig auch Sturz- und Unfallschäden, Vandalismus, Teilediebstahl und je nach Tarif sogar Verschleiß.

Nur kaputt, statt gestohlen
In der Praxis ist das oft der Knackpunkt. Wird ein Rad komplett gestohlen, ist der Schaden offensichtlich. Schwieriger wird es bei typischen Alltagsschäden: das gekippte E-Bike vor dem Supermarkt, der Schaden nach einem Sturz, ein beschädigter Motor oder ein Akku, der deutlich an Leistung verliert. Wer viel fährt, merkt schnell, dass nicht nur Diebstahl Geld kostet. Gerade bei hochwertiger Technik können Reparaturen und Ersatzteile spürbar ins Budget gehen. Einige Spezialtarife leisten deshalb auch bei Akku-Problemen, Reparaturbedarf oder typischen Verschleißteilen wie Bremsen und Reifen.

Reicht der bestehende Schutz fürs Fahrrad?

  • Ist das Fahrrad nur zu Hause abgesichert oder auch unterwegs?
  • Gilt der Schutz rund um die Uhr oder gibt es zeitliche Einschränkungen?
  • Reicht die maximale Erstattung noch zum heutigen Wert des Rads?
  • Sind Akku, Motor, fest verbaute Teile und Zubehör mitgedacht?
  • Besteht Schutz nur bei Diebstahl oder auch bei Unfall, Sturz und Vandalismus?
  • Werden Teilediebstahl und Reparaturkosten erfasst?

Wann ist eine separate Fahrradversicherung sinnvoll?
Ein zusätzlicher Schutz lohnt sich vor allem dann, wenn das Rad regelmäßig im öffentlichen Raum steht, häufig auf Reisen dabei ist oder technisch und preislich deutlich über dem Durchschnitt liegt. Das gilt besonders für E-Bikes, Lastenräder, S-Pedelecs im zulässigen Versicherungsrahmen sowie hochwertige Alltags- und Sporträder. Wer sein Bike täglich nutzt, sich auf Akku und Elektronik verlässt oder viel Zubehör dabeihat, braucht meist mehr als einen reinen Diebstahlschutz aus dem Hausratvertrag. Manche Tarife bieten sogar Zusatzleistungen wie Pannenhilfe, Abtransport oder ein Ersatzrad auf Reisen. 




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